„Wir müssen das Experiment jetzt wagen”

Niederrhein im Blick,

Werberingvorstand (im Bild) und Stadtverwaltung sind sich einig: wenn der Weihnachtsmarkt zur Burg umziehen soll, dann jetzt oder nie.

Kempen. Über einen alternativen Standort für den Kempener Weihnachtsmarkt wird seit Jahren diskutiert. Jetzt in der Corona-Zeit, in der alles anders ist, wollen die Stadtväter das Experiment wagen: der Weihnachtsmarkt 2021 findet - größtenteils - rund um die Burg statt. Darauf haben sich der Werbering und die Stadt geeinigt. Einig sind sich beide Seiten auch darin, dass 2021 einen Testlauf darstellt. “Wegen Corona würden wir die Stände in den Straßen auf keinen Fall so aufbauen können wie bisher, weil dann die Abstände nicht ausreichend wären. Also werden wir den Schritt, den Weihnachtsmarkt an der Burg zu veranstalten, in diesem Jahr gehen müssen”, sagt Werberingvorsitzender Armin Horst. Auf dem Buttermarkt wird es zwar auch in 2021 ein paar Stände geben, aber nur solche, die - wegen des Wochenmarkts - leicht abzubauen sind. Darüber hinaus werden die Peter- straße, wie gehabt, und neu auch die Ellenstraße kleine Weihnachtswäldchen bekommen, und auch auf dem Viehmarkt werden leicht transportable Stände stehen. „Zudem werden wir unsere weihnachtliche Dekoration nochmals aufrüsten”, kündigt Armin Horst an, „und auf dem Kuhtor soll eine großflächige Illumination für ein neues Highlight sorgen”. Alles Große, alles Schwere wird auf dem Burgparkplatz aufgebaut, zum Beispiel die großen Getränke- und Essenspavillons, und dort für die komplette Weihnachtszeit stehenbleiben, was dem langgehegten Wunsch der Betreiber entspricht. Dazu sollen sich rund um die Burg viele weihnachtliche Stände gesellen, die zu einem Rundgang einladen, und ebenfalls vom 1. bis 4. Advent stehenbleiben dürfen. Geöffnet wird der Weihnachtsmarkt, so wie Kempen es gewohnt ist, auf jeden Fall an den vier Adventswochenenden sowie - hier gibt es noch Fragezeichen - an den Donnerstag abenden. In der übrigen Zeit sind alle Buden verschlossen. So weit herrscht Einigkeit. Auch die Politik hat ihre Zustimmung zu diesen Planungen signalisiert. Erheblichen Abstimmungsbedarf gibt es noch mit Blick auf die genaue Stellfläche für die Weihnachtsmarktstän-de rund um die Burg. Ob der Rundweg um die Burgwiese unter den Bäumen bebaut werden darf, scheint fraglich. Vermutlich werden die Stände auf der Burgwiese selbst platziert werden. Bürgermeister Christoph Dellmans verspricht für die bevorstehende Woche eine erneute Begegung mit allen Verantwortlichen und die abschließende Entscheidung. „Der Weihnachtsmarkt gehört neben St. Martin und der historischen Altstadt zu den Aushängeschildern der Stadt. Wir haben also durch- aus etwas zu verlieren”, so Dellmans. „Wir werden in diesem Jahr testen, ob sich der neue Standort an der Burg bewährt und inwieweit er sich auf die Besucherfrequenz in der Innenstadt auswirkt. In jedem Fall brauchen wir eine gute Perspektive, die wir in enger Ab- stimmung mit dem Werbering entwickeln werden”. 

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