Straßenlaternen bald später an und früher aus?

Niederrhein im Blick,

Die CDU- Fraktion Kempen will bei der Straßenbeleuchtung sparen. Foto: pixabay/Jeyaratnam Caniceus

Niederrhein. Energiekosten sind das Thema der Stunde. Sowohl die Stadtwerke Kempen als auch die NEW in Tönisvorst haben zum 1. Oktober so genannte “Preis- anpassungen” angekündigt. Gleichzeitig laufen auf vielen Ebenen Bemühungen, den Energieverbrauch im privaten und öffentlichen Leben zu senken. Dazu zählen auch die Schwimmbäder. Im H2Oh in Tönisvorst wurde die Wassertemperatur in den Schwimmbecken um 1 Grad C gesenkt und die Nutzungszeit der Rutsche reduziert von bisher 12 auf 7 Stunden. Für das AquaSol kündigen die Stadtwerke Kempen jetzt vergleichbare Maßnahmen an: „Das Ganzjahresbecken frisst im Winter am meisten Energie. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, das Becken nicht mehr zu beheizen. Solange es die Temperaturen zulassen, kann das Becken weiterhin genutzt werden“, erklärt Michael Bist, Badleiter im AquaSol Kempen. Das Hallenbad, das Solebecken und der Kinderbereich bleiben weiterhin offen und bieten neben dem Vereins- und Kurssport auch den Schwimmern und Familien Schwimmmöglichkeiten. Trotzdem wird es bei den Rutschen zeitliche Einschränkungen geben. Das Rutschen wird künftig nur am Wochenende von 12 bis 18 Uhr möglich sein. „Bei den Pumpen, die das Wasser zu den Rutschen leiten, sehen wir großes Einsparpotential. Die Rutschen werden unter der Woche weniger frequentiert, sodass sich der Betrieb am Wochenende mehr lohnt“, erklärt Bist weiter. Weitere Änderungen betreffen die Sauna. Auch hier werden die Öffnungszeiten angepasst. Die drei Saunen werden künftig montags bis freitags von 15.30 bis 20.30 Uhr und am Wochenende von 12.30 bis 18 Uhr geöffnet sein. Sparen will auch die Stadtverwaltung Kempen. Sie hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit den Energiesparmöglichkeiten der Stadt, in der Verwaltung und bei eigenen Gebäuden beschäftigt. Die Möglichkeiten reichen von der Absenkung der Raumtemperatur über eine verstärkte Nutzung von Ho- meoffice bis hin zu einer möglichen Reduzierung der Beleuchtung von z.B. kulturhistorischen Gebäuden und Denkmälern. Bezüglich der Umsetzung wolle man sich kreisweit mit den Bürgermeistern der anderen Städte und Gemeinden und dem Kreis Viersen abstimmen und einheitlich vorgehen, heißt es aus dem Rathaus. Die CDU-Fraktion Kempen hat beantragt, darüber hinaus zu prüfen, wie sich ein späteres An- und früheres Abschalten der Straßenbeleuchtung um je eine halbe Stunde morgens und abends auswirken würde und der vorübergehende Verzicht auf das Anstrahlen öffentlicher Gebäude. Höhere Preise ab 1. Oktober Doch egal, wieviel Energie eingespart wird, fest steht: es wird trotzdem teurer. In Kempen erwartet die 6000 Kunden der Stadtwerke ab 1. Oktober eine Preiserhöhung: der Arbeitspreis in der Grundversorgung steigt um 3,627 ct/kWh brutto. Auch die NEW kündigen eine Preiserhöhung zum 1. Oktober an; hier soll der Preis pro verbrauchte Kilowattstunde in der mittleren Verbrauchsstufe dann 17,85 Cent betragen. Schuld seien die neuen bundesweiten Gasumlagen. Informationen finden Kunden unter www.stadtwerke- kempen.de sowie unter www.new.de/gasmangel. 

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