Klima-Aktionstag und eine Nicht-Wahlempfehlung

Niederrhein im Blick,

Niederrhein. Kurz vor der Bundestagswahl werden am heutigen Freitag, 24. September, hunderte Aktionen weltweit und in ganz Deutschland stattfinden: Fridays for Future hat zum Klima-Aktionstag aufgerufen. Die Kernforderung der jungen Aktivisten: ein klares Bekenntnis zu sozial gerechten, konsequenten Maßnahmen, um die Klimaerhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen.
Auch in Kempen sind die Bundestagskandidaten aus dem Kreis Viersen aufgerufen, dazu Stellung zu beziehen. Unter Moderation von Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer beginnt das Bühnenprogramm um 10.30 Uhr auf dem Burgparkplatz. „Ohne uns wird nichts passieren! Wir dürfen in vier Jahren nicht wieder sagen: Es hat nicht gereicht. Deshalb rufen wir am 24. September alle Menschen auf, für Klimagerechtigkeit auf die Straße zu gehen, denn wählen gehen reicht nicht mehr“, heißt es dazu bei Fridays for Future.
Aktionen werden in über 350 deutschen Städte stattfinden; wo was geplant ist, erfährt man unter www.allefuers klima.de. Beim Kempener Klima-Aktionstag stehen fünf Bundestagskandidaten auf der Bühne, nämlich die Vertreter der SPD, der FDP, der Grünen, der Linken und der ÖDP. Der CDU-Kandidat habe mitgeteilt, dass er leider andere Termine habe, die er schon früher zugesagt habe, schreiben die Kempener Organisatoren auf ihrer Facebook-Seite. Nicht vertreten ist – wenig überraschend – die AfD.
Viel beachtet hatten sich auch die katholischen Verbände im Bistum Aachen schon bei der Kommunalwahl 2020 gegen die AfD ausgesprochen und diese Nicht-Wahlempfehlung nun zur Bundestagswahl wiederholt. "Unser Glaube und die Werte, die wir als katholische Verbände vertreten, sind die Grundlage unseres Handelns in Kirche und Gesellschaft und stehen der Struktur, dem Menschenbild und der politischen Vision der AfD entgegen“, heißt es in einer Pressemitteilung der katholischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenverbände. Insbesondere gelte das für die Bereiche Klimapolitik, Zuwanderung und Integration, Bildung und dem Bestreben der AfD zu einer nationalistisch geprägten Politik der Ab- und Ausgrenzung. Daher gelte auch 2021: "Wir wählen! Nicht die AfD!"
Wahlberechtigt sind im Kreis Viersen 227.215 Bürgerinnen und Bürger. Der Wahlkreis 111 – Viersen ist mit dem Gebiet des Kreises Viersen identisch. Landrat Dr. Andreas Coenen, zugleich Kreiswahlleiter des Kreises Viersen, ruft die Bevölkerung zur Teilnahme an der Bundestagswahl am 26. September auf: "Nehmen Sie die Möglichkeit zur Mitbestimmung wahr, gehen Sie zur Wahl", erklärt er. "Es ist wichtig, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligen, damit unsere Demokratie auf einem breiten Fundament steht." 27 Parteien stellen sich mit ihren Landeslisten zur Wahl. Den Stand der Auszählung und die Ergebnisse aus dem Kreisgebiet kann man am Wahlsonntag live im Internet unter wahl.krzn.de/ bw 2021/wep200/ verfolgen. 

« zurück

« zurück