Einzelhändler bieten Liefer- und Abholservice

Niederrhein im Blick,

Kempen. Die Entscheidung kam nicht überraschend, aber sie kam leider mitten im Weihnachtsgeschäft: Seit Mittwoch sind die meisten Geschäfte wegen der Corona-Pandemie zunächst bis zum 10. Januar geschlossen. Erlaubt ist wie im Frühjahr die Belieferung der Kunden. Und erlaubt ist auch die Abholung zuvor bestellter Waren. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für den örtlichen Einzelhandel...
„Es ist keineswegs beabsichtigt, die Ziele der Corona-Schutzmaßnahmen in irgendeiner Form zu unterwandern. Im Gegenteil: Wir halten uns an die Regeln und sehen in unsrem Liefer- und Abholservice einen weiteren Beitrag zum Infektionsschutz“, heißt es von Seiten des Werberings. „Auch die bei Onlinehändlern bestellten Waren müssen persönlich angeliefert werden. Hinsichtlich der Kontakte ist da kein Unterschied zu erkennen“.
Mal abgesehen von dem Wunsch, den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen, hat so mancher Internet-Käufer gesehen, dass die großen Online-Händler zunehmend unter Druck geraten und ihre Liefertermine nicht mehr einhalten bzw. keine Lieferung bis Weihnachten mehr zusagen können. Ein gewichtiger Grund mehr, vor Ort einzukaufen.
Die Auswahl ist jedenfalls gegeben. Über 60 Mitglieder des Kempener Werberings bieten inzwischen über die Werbering-Homepage (www.werbering-kempen.de) oder den eigenen Webshop einen Lieferdienst an. „Mit der Stadt Kempen und insbesondere mit dem Ordnungsamt haben wir abgestimmt, dass es unbedenklich ist, wenn die Geschäfte zeitlich begrenzt nun auch einen Abholservice bieten, und zwar montags bis freitags jeweils von 14 bis 16 Uhr“, so der Werbering.
In dieser Zeit wird der Inhaber oder ein Mitarbeiter präsent sein, um online oder telefonisch bestellte Waren herauszugeben.
Dies geschieht ähnlich wie in der Gastronomie, also zum Beispiel mit einem Tisch im Eingang, durch den sichergestellt ist, dass kein Kunde den Laden betritt. Das Ganze erfolgt natürlich unter Einhaltung sämtlicher Schutzvorschriften. Bürgermeister Christoph Dellmans und sein Ordnungsamt haben dem Verfahren zugestimmt. „Der Leiter des Ordnungsamtes begrüßt sogar das Zeitfenster, weil es dem Ordnungsamt die erforderlichen Kontrollen vereinfacht“, berichtet der Werbering, der nun hofft, dass möglichst alle Mitglieder mitmachen, um weiterhin für die Kunden auch in der Zeit des Lockdowns da zu sein. „Gemeinsam können wir auch diese herausfordernde Zeit durch gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt meistern. Wir machen das Beste draus – auf dass Kempen lebendig bleibt“.

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