Besuch in der Burg erlaubt Blick hinter die Kulissen

Niederrhein im Blick,

Kempen. Während der Kreis Viersen über den Neubau eines Kreisarchivs und Folgenutzungen für die Kurkölnische Landesburg nachdenkt, warnen die Freien Wähler Kempen davor, die Burg als Standort des Kreisarchivs aufzugeben. Zumindest solange wie keine „wirtschaftlich sinnvolle Folgenutzung für die Burg absehbar, geschweige denn beschlossen oder geplant ist", meint Udo Kadagies.
Derweil bietet das Kreisarchiv einen Tag der offenen Tür an, der am Samstag, 5. März, im Rahmen des bundesweiten Tags der Archive stattfinden wird und Interessierten die Gelegenheit bietet, das Kreisarchiv (noch) einmal anzuschauen. In der Burg Kempen, Thomasstraße 20, werden beim Tag der Offenen Tür historische Bilder und Texte zum Thema „Mobilität" im heutigen Kreis Viersen zu sehen sein. Vier Schautafeln bringen u.a. die Geschichte von Eisenbahn, Personenverkehr, Fahrrad und Motorrad sowie Straßenverkehr im Kreisgebiet näher. Die Besucher haben die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Kreisarchivs zu werfen und an einer Führung durch die Archivräume teilzunehmen.
In der Restaurationswerkstatt zeigen Mitarbeiter des Kreisarchivs, wie Schäden an Archivalien behoben werden können, um alte Stücke originalgetreu zu restaurieren. „Wir vermitteln einen praxisnahen Eindruck der Arbeit des Kreisarchivs und geben einen Einblick in die Geschichte des Kreises Viersen", sagt Dr. Gerhard Rehm, Leiter des Kreisarchivs Viersen.
Aus Sicht der Freien Wähler stellt das Kempener Archivmaterial mit Abstand den kostbarsten und umfangreichsten Teil des Kreisarchivs dar und sollte deshalb in Kempen bleiben. Bei der Jahreshauptversammlung der FWK am 15. März um 20 Uhr in die Gaststätte „Zum Bergwirt" steht das Thema „Kreisarchiv und die Zukunft der Kempener Burg" ganz oben auf der Tagesordnung. Alle interessierten Bürger sind eingeladen.

Zurück

« zurück